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So funktioniert der BPASS®

Ein Langstock in Nutzung durch das Holocaust Denkmal in Berlin. Die durchgehende Linie auf dem Boden hilft bei der Orientierung von Menschen mit Sehbehinderungen

Abbildung des EURECERT® Gütesiegels für BarrierefreiheitDer BPASS® ist ein Prüf- und Erhebungssystem, dass den Ist-Zustand der Barrierefreiheit eines Objektes (Gebäude oder Freifläche) ermittelt, die ermittelten Angaben für jede der 11 Nutzergruppen auswertet und im Ergebnis, in einer Skala zusammengefasst, den Stand der Barrierefreiheit für die 11 Nutzergruppen anzeigt. Auf Grundlage der Güte- und Prüfbestimmungen im Rahmen des europäischen EURECERT® Gütesiegels für Barrierefreiheit und anderer Normierungen (z.B. DIN 18040) in ihrer jeweils aktuellen Fassung werden die im öffentlichen Raum relevanten Richtlinien festgelegt.

Geprüft bzw. abgefragt werden in einem allgemeinen Teil u.a. Angaben zu: Werbung, Personal, Anschluss an den ÖPNV, Zuwegung, Eingang, Rezeption/Info/Lobby, Fluren, Treppen, Rampen, Aufzügen, Öffentlicher WC-Bereich gefolgt von einem branchenspezifischen Teil mit ergänzenden Angaben z.B. Ladenlokal, Warteraum, Gastrobereich, Besucherzonen, Räumen, etc. Das System wertet die Antworten nach einer von EUKOBA entwickelten und geschützten Auswertungsmatrix aus und klassifiziert für jede unserer 11 Nutzergruppen den Grad (A bis G) der Umsetzung oder Nichtumsetzung der Barrierefreiheit. Hierbei steht A für 100% Barrierefreiheit und G für 0% Barrierefreiheit.

Mit dem BPASS® erhält jeder Anbieter eine individuelle Handlungsempfehlung. D.h. entspricht ein Objektteil nicht unseren Kriterien oder ist nicht vorhanden, geben wir hierzu Informationen, warum und für wen der Objektteil wichtig ist und wie man die gefundene Barriere effektiv und kostengünstig beseitigen kann. Beseitigt ein Anbieter festgestellte Barrieren, so kann er uns dies mitteilen und der BPASS® wird entsprechend angepasst. Genauso verhält es sich auch mit falschen Angaben. Macht ein Anbieter wissentlich falsche Angaben, so können uns Besucher, Gäste und Kunden, die auf Barrieren stoßen über die mobile App oder das Webportal sofort darüber informieren. Dies hat dann zur Folge, dass ein Prüfteam unangemeldet vor Ort alle Angaben des Anbieters überprüft. Auch hier wird der BPASS® angepasst und kann bei groben Verstößen entzogen werden.

 

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Die Bestandteile im Überblick

So sieht er aus. Der BPASS® im Überblick

1BPASS® Logo
Einen BPASS® erkennen sie regional und überregional am blauen B. Das Logo finden Sie links oben auf dem Dokument oder rechts oben auf dem Gebäudeschild.

2Identifikationsnummer (ID)
Jeder BPASS® wird durch eine eigene Identifikationsnummer (ID) gekennzeichnet. Diese ist auch Bestandteil des Links zur Datenbank. Hierdurch sollen legale, wie illegale, Duplikate vermieden werden. Sie finden die Identifikationsnummer oben rechts auf dem Dokument.

3Branche
Barrierefreiheit gelingt nur dann, wenn Objekte und Angebote flächendeckend und branchenübergreifend barrierefrei gestaltet werden. Daher gibt es den BPASS® für zahlreiche Branchen. Oben rechts auf dem Dokument findet man unter der ID eine Angabe, für welche Branche der vorliegende BPASS® erstellt wurde. Dies ist wichtig, weil wir gemeinsam mit Verbrauchern, Vereinen und der Wirtschaft für jede Branche individuelle Vergaberichtlinien entwickelt haben.

4Allgemeine Angaben
In der oberen Hälfte des BPASS® finden Sie allgemeine Angaben zum Anbieter des Objektes sowie Einzelheiten zum Objekt (Baujahr, Nutzung, etc.).

5Güteklassifizierung
Die Güteklassifizierung ist das Kernstück des BPASS®. Sie gibt Auskunft über Güte und Umfang der Barrierefreiheit des Objektes für die 11 Nutzergruppen.

6Nutzergruppen
Jeweils neben der Güteklasse (A bis G) finden Sie die Symbole der jeweiligen Nutzergruppen. Ist ein Gebäude z.B. für Rollstuhlfahrer uneingeschränkt barrierefrei, so befindet sich das Symbol Rollstuhl neben dem grünen A Balken usw.

7Legende der Nutzergruppen
In der unteren Hälfte des BPASS® haben wir noch einmal alle 11 Nutzergruppen übersichtlich zusammengefasst dargestellt.

8QR-Code
Mit dem QR Code unten rechts bieten wir die Möglichkeit der Schnellnavigation zu unserer Datenbank auf dieser Homepage. Sie können also direkt online abgleichen, ob der BPASS® echt ist und die Daten für das Objekt oder das Produkt vor Ort mit Smartphone oder Tablet einsehen. Bei Problemen (Falscher Link, Barrieren) setzen Sie sich bitte umgehend mit unserem Service in Verbindung.

 

 

Unsere 11 BPASS® Nutzergruppen

Für wen ist der BPASS® gedacht?

Elf Nutzergruppen? Diese Frage bekommen wir wöchentlich mindestens einmal gestellt. Ja, 11 Nutzergruppen. Als Barrierefreiheit Thema wurde, hat man diesen Begriff von Beginn an falsch definiert und interpretiert, weil man die Barrierefreiheit hauptsächlich der Nutzergruppe der Menschen mit Behinderung zuordnete. Selbst der Duden findet Synonyme wie "rollstuhlgerecht" und "behindertengerecht". Ein Fehler, der sich bis heute wie ein roter Faden durch alle Bereiche und Branchen zieht. Es wurde in der Vergangenheit versäumt, die Gesellschaft mitzunehmen und für das Thema Barrierefreiheit zu sensibilisieren. Nur wer sich angesprochen fühlt, interessiert sich auch dafür. Diesbezüglich ist die demografische Entwicklung nicht nur Fluch, sondern hat zu einem erweiterten Nutzerbedürfnis bezüglich barrierefreier Umsetzung geführt.

Nutzergruppe Kinder
Kinder
Nutzergruppe Familie
Familie
Nutzergruppe Senioren
Senioren
Nutzergruppe Rollstuhl
Rollstuhl
Nutzergruppe Mobilitätseinschränkung
Gehen
Nutzergruppe Kognitive Einschränkung
Geist
Nutzergruppe Taub
Taub
Nutzergruppe Höreinschränkung
Hören
Nutzergruppe Erblindung
Blind
Nutzergruppe Seheinschränkung
Sehen
Nutzergruppe Kulturen
Kulturen
 

Eine genaue Definition der einzelnen Nutzergruppen findet sich in den Allgemeinen Güte- und Prüfbestimmungen der EURECERT® Richtlinie EU-GS 904, auf der die Vergaberichtlinien des BPASS® aufgebaut sind.

 

 

Unsere BPASS® Güteklassifizierung

Wie bewerten wir?

Was bedeuten eigentlich die Farbcodes und Buchstaben, die wir bewusst verwenden, weil diese Verbrauchern europaweit seit Jahrzehnten bekannt sind? (z.B. Anbringung an Elektrohaushaltsgeräten, dem Energieausweis oder dem CO2 - Ausstoß von PKW). Die Güteklassen geben den Grad der Umsetzung der Barrierefreiheit einfach und übersichtlich wieder. Mit dieser Klassifizierung können wir also die Aussage „Wir sind barrierefrei“ spezifizieren. In Kombination mit unseren Nutzergruppen können wir Aussagen treffen, für wen, in welcher Güte ein Objekt barrierefrei ist. Ziel des BPASS® ist es, für die Nutzer ein Verbraucherinformationssystem zu schaffen, sowie Politik und Verwaltung ein Messinstrument an die Hand zu geben. Der BPASS® soll wertfrei ermitteln, wo stehen wir wo und für wen in welchem Umfang in der Umsetzung der Barrierefreiheit. Der BPASS® ist also keine Zertifizierung und steht damit auch mit keinem System im Wettbewerb. In der folgenden Abbildung finden Sie unsere Bewertungsklassifizierung:

Güteklasse A [A] 100% der Kriterien erfüllt
Güteklasse B [B] 80-90% der Kriterien erfüllt
Güteklasse C [C] 70-80% der Kriterien erfüllt
Güteklasse D [D] 50-70% der Kriterien erfüllt
Güteklasse E [E] 30-50% der Kriterien erfüllt
Güteklasse F [F] bis 30% der Kriterien erfüllt
Güteklasse G [G] 0% der Kriterien erfüllt

Seit der Revision EU-GS 904:2016-01 haben wir zur Bewertung der Güte von Objekten, Produkten und Dienstleistungen eine Güteklassifizierung eingeführt. Grundlage der Einstufung in eine Güteklasse sind die Besonderen Güte- und Prüfbestimmungen und dazugehörige Ausführungsbestimmungen (d.h. der allgemeine und die jeweiligen branchenspezifischen Prüfkataloge). Die Güteklassen werden hierbei jeweils für jede der 11 Nutzergruppen ermittelt. Güteklasse A bezeichnet ein barrierefreies Objekt und G ein nicht barrierefreies Objekt.

 

 

Orte finden

BPASS® online recherchieren

Man muss das Rad nicht immer neu erfinden. Die Wheelmap ist ein Projekt der Sozialhelden aus Berlin. Unter www.wheelmap.org kann jeder ganz leicht weltweit rollstuhlgerechte Orte finden, eintragen und bewerten. Die seit 2010 verfügbare Karte enthält über 820.000 Cafés, Bibliotheken, Schwimmbäder und viele weitere öffentlich zugängliche Orte für Rollstuhlfahrer und Mobilitätseingeschränkte Menschen erfasst. Die Wheelmap ist auch als kostenlose App für iPhone und Android verfügbar. So kann die Karte unterwegs bequem über das Smartphone genutzt werden.

 

 

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